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Was sind Elektrolyte? |
| Die Elektrolyte sind für die Funktion der Zellen unentbehrlich. Sie halten z.B. den Druck innerhalb und außerhalb der Zellen aufrecht und sorgen dafür, dass die Reizübertragung zwischen den Muskel- und Nervenzellen funktioniert. |
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Die wichtigsten Elektrolyte:
Kationen sind positiv geladene Elektrolyte.
- Natrium Na+ ist wichtig für die Wasserverteilung im Körper.
- Kalium K+ ist wichtig für Nervenzellen und Zellen des Reizbildungs- und Erregungsleitungssystems.
- Calcium Ca++ und Magnesium Mg++ sind wichtig für die geordnete Muskelfunktion.
Anionen sind negativ geladene Elektrolyte.
- Chlorid Cl- ist wichtig für die Wasserverteilung.
- Hydrogencarbonat HCO3- ist wichtig für das Puffersystem.
- Phosphat PO4²- dient als Baustein für eine Energiequelle des Körpers, dem Nucleotid Adenosintriphosphat (ATP).
- Sulfat SO4³- ist Baustein von Proteinen.
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| Wieso schwitzt der Körper? |
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Schwitzen ist eine Schutzfunktion. Bei vermehrter Muskelarbeit erwärmt sich der Körper. Die von der Muskulatur umgesetzte Energie wird nur zu etwa einem Drittel für die Vorwärtsbewegung verwendet, der Rest verpufft in Form von Wärme und heizt den Körper auf. Ein Großteil des Körpers besteht aus Eiweißen, diese verändern ihre Struktur (denaturieren), wenn die Temperatur zu hoch steigt, Stoffwechselvorgänge im Körper können nicht mehr ablaufen. Deshalb ist hohes Fieber so gefährlich und kann sogar tödlich enden.
Beim Verdunsten des Schweißes auf der Oberfläche der Haut entsteht die so genannte Verdunstungskälte, die den Körper abkühlt.
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Wie viel Schweiß verliert ein Pferd?
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Untersuchungen haben folgende Schweißverluste ermittelt (600 kg LG):
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Ein Distanzpferd mit 500 kg kann innerhalb von fünf Stunden etwa 35 Liter verlieren, das heißt bis zu 7% des Körpergewichts!
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| Leichte Arbeit |
3 l - 6 l |
| Mittlere Arbeit |
6 l - 12 l |
| Schwere Arbeit |
12 l - 30 l |
| Sehr schwere Arbeit |
> 30 l |
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| Wie ist der Pferdeschweiß zusammengesetzt? |
Analysen haben folgende Zusammensetzung ergeben: |
| Pferdeschweiß ist „salziger“ als der menschliche Schweiß, er enthält mehr Natrium, Kalium und Chlor. |
| Schweißzusammensetzung |
g/l |
Schweißzusammensetzung |
mg/l |
| Natrium |
3,1 |
Phosphor |
< 10 |
| Kalium |
1,6 |
Zink |
11 |
| Chlor |
5,5 |
Eisen |
5 |
| Calcium |
0,12 |
Kupfer |
0,3 |
| Magnesium |
0,05 |
Selen |
Spuren |
| Stickstoff |
1-3 |
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Geringe Schweißverluste können die Pferde über zusätzliche Salzgaben ausgleichen. Bei höheren Schweißverlusten sind spezielle Elektrolyt-Lösungen sinnvoller, da hier die Verhältnisse der einzelnen Mineralstoffe auf die der Schweißzusammensetzung angepasst sind.
Die in der Literatur genannten Werte zur Natrium- und Chlorversorgung werden gerade diskutiert. Die Bedarfswerte, v.a. bei höherer Leistung, werden als zu hoch angesehen. Bei schwerer Arbeit liegt die Versorgungsempfehlung bei 273 g Kochsalz für ein 600 kg schweres Pferd! Diese große Menge ist zum einen schwer an ein Pferd zu verfüttern und zum anderen beobachtet man eine Übersäuerung des Körpers durch zuviel Salz. Das führt zu einer vermehrten Calcium-Ausscheidung über den Harn, was sich negativ auf die Knochendichte auswirken kann. |
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Sinnvoll Salz füttern
Stellen Sie Ihrem Pferd einen reinen Salzleckstein (nicht Mineralleckstein) zur Verfügung. Geht das Pferd gar nicht an den Leckstein, dann können Sie die Futterration, v.a. nach einem schweißtreibenden Ritt, mit etwas Salz (30-50 g) aufwerten. Bei großen Schweißverlusten sind isotonische Elektrolytlösungen sinnvoller als Kochsalz. |
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| Tabellen: Meyer Coenen, Pferdefütterung, 2002 |