| Woraus resultiert das Übergewicht? |
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| Bewegungsmangel |
In freier Natur legt ein Pferd etwa 10 bis 17 km pro Tag zurück.
Bei einer Offenstallhaltung sind es hingegen nur knapp zwei Kilometer.
Artgerechte Haltung ersetzt also nicht die tägliche Bewegung des Pferdes! Der
komplette Stoffwechsel des Pferdes ist auf viel Bewegung ausgerichtet.
Bewegungsmangel führt folglich zu Problemen. |
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| Zuviel Futter |
Zu der mangelnden Bewegung kommt häufig noch hinzu, dass die
Arbeitsleistung des Pferdes überschätzt und zuviel gefüttert wird. Auch die
Wahl der Futtermittel begünstigt dicke Pferde. Leichtfuttrige Rassen wie Isländer,
Norweger, Andalusier, Criollos, Quarter Horses und Araber erfreuen sich immer
größerer Beliebtheit. Diese Pferderassen sind auf karges Futter und dessen
optimale Verwertung genetisch geprägt. Unsere saftigen Weiden, reichhaltiges
Heu und leckere Müslimischungen sind für diese Pferde zu nahrhaft und sie
nehmen schon bei geringen Futtermengen vermehrt zu. |
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| Was sind die Folgen des Übergewichts? |
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Vermehrte Belastung des Skeletts und der Gelenke, |
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Belastung des Herzens, Herzprobleme, |
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Kreislaufprobleme, |
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Faulheit und Trägheit, |
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Verminderte Fruchtbarkeit, |
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Erkrankungen wie Sommerekzem, Hufrehe, Equines Cushing und
Metabolisches Syndrom. |
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Besonders hervorzuheben ist die Folge Equines-Metabolisches
Syndrom:
Diese Stoffwechselentgleisung zeigt sich optisch u.a. durch untypische
Fetteinlagerungen an Auge, Mähnenkamm, Euter/Schlauch und Schweifwurzel. Die
äußerlich sichtbaren Fettpolster sind ein Zeichen, dass das Körperinnere
bereits verfettet ist. Diese Fettmengen sind nicht nur Energiespeicher, sondern
auch aktive Hormondrüsen. Der Hormoncocktail aus dem Fettgewebe führt zu
Stoffwechselentgleisungen, die zu Hufrehe oder Insulinresistenz führen können. |
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| Was tun, wenn das Pferd zu dick ist? |
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| Wichtig: Machen Sie keine Radikaldiät (v.a. bei dicken Ponys
und Eseln)! Bei Futterentzug mobilisiert der Körper die Energie aus den
Fettzellen. Dabei wird soviel Fett freigesetzt, dass die Leber die Mengen nicht
komplett abbauen kann. Das Fett zirkuliert im Blut und lagert sich in der Leber
an. Dadurch werden auch andere Organe wie Niere und Herz geschädigt. |
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| Beachten Sie folgende Faktoren im Rahmen einer Diät: |
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Reduzieren Sie die Energiezufuhr um 20-30%: |
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Berechnen Sie die Energiemenge ausgehend vom Zielgewicht (nicht vom
tatsächlichen Gewicht) ziehen Sie von der Menge noch 20-30% vom Energiebedarf ab.
Liegt der Tagesbedarf z.B. bei 60 MJ DE, dann sollten Sie Ihrem übergewichtigen
Pferd nur 54 MJ DE Energie zuführen.
Der MASTERHORSE-Rations-Check unterstützt Sie bei der
Berechnung einer passenden Futterration. |
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Versorgung mit Raufutter |
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Das Raufutter kann gekürzt werden, gewisse Mindestmengen müssen aus
ernährungsphysiologischen Gründen eingehalten werden. Pro 100 kg Lebendgewicht
sollte mindestens 1 kg Heu gefüttert werden. Besonders gut eignet sich spät
geschnittenes energieärmeres und faserreicheres Heu. (Weizen-) Stroh kann als
energiearme Raufutter- und Knabber-Komponente zugefüttert werden.
Begrenzen Sie bei dicken Pferden den Weidegang auf wenige Stunden oder stellen
Sie das Pferd auf eine bereits abgegraste Weide. |
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Genügend Protein |
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Achten Sie im Rahmen einer Diät auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit
Proteinen. |
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Vitamine und Mineralstoffe |
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Während des Abspeckens sollten weiterhin Vitamine und Mineralstoffe zugefüttert
werden. |
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Pre- und Probiotika |
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Prebiotika (z.B. Inulin in MASTERHORSE-TOPI-FLAKES und Probiotika (z.B.Lebendhefe in DARM-PERFEKT - ab 02.03.2008 bei MASTERHORSE) helfen die Darmflora bei reduzierter
Fütterung stabil zu halten. |
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Mehr Bewegung |
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Am einfachsten purzeln die Pfunde mit mehr Bewegung.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Pferd täglich ausreichend bewegt wird. Eine Reitbeteiligung,
Führanlage oder Bekannte, die ihr Pferd als Handpferd mit auf den Ausritt nehmen, können
Sie dabei unterstützen Ihr Pferd wieder schlank zu bekommen. |
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