Hallo liebe Hundefreunde,

unsere Reise durch den Verdauungstrakt des Hundes haben wir fast beendet. Bevor wir uns auf den Weg durch die letzte „Etappe“ – den Dünndarm und den Dickdarm – machen, möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Erinnern Sie sich noch an die MASTERDOG-Fotoaktion zur Faschingszeit? Unter den vielen tollen Einsendungen, die mich erreicht haben, präsentieren ich Ihnen in diesem Newsletter die vier Gewinner-Fotos.




Die Verdauung des Hundes
(Folge 3: Der Dünn- und der Dickdarm)

Im Dünndarm wird`s flüssig
Im Dünndarm laufen die wesentlichen Verdauungsvorgänge und die Aufnahme der Nahrungsbestandteile in den Körper ab.
In den Eingangsbereich des Dünndarms münden die Ausführungsgänge der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Diese bilden Verdauungssäfte, die dazu beitragen, dass im Dünndarm ein intensiver Abbau der Nährstoffe, wie z.B. Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, erfolgen kann. Um den nährstoffspaltenden Enzymen optimale Arbeitsbedingungen zu bieten, liegt hier ein alkalisches Milieu vor. Der ankommende saure Mageninhalt wird durch ein Sekret (Bicarbonat) aus der Bauchspeicheldrüse neutralisiert. Durch feine Poren in der Dünndarmschleimhaut gelangt die nun in winzige Bestandteile aufgespaltete Nahrung in das Blut und die Lymphe.

Im Dickdarm arbeiten Bakterien
Ungefähr 60-90 Minuten nach Verlassen des Magens erreicht der restliche Nahrungsbrei den Dickdarm. Die bis dahin unverdauten Anteile, wie z.B. Ballaststoffe und Rohfaser, werden im Dickdarm durch die dort ansässigen Bakterien mikrobiell verwertet. Die Verweildauer des Darminhalts hängt insbesondere von der Menge der Ballaststoffe ab. Je mehr unverdauliche Anteile enthalten sind, umso schneller erfolgt die Passage im Dickdarm. Ballaststoffe sind für die Darmbewegung und für die Ernährung der Schleimhautzellen des Dickdarms unbedingt erforderlich. Ihr optimaler Anteil an der Futterration liegt bei 1 2 % in der Trockensubstanz.
Im Dickdarm erfolgt die endgültige „Einstellung“ des Kotwassergehaltes, da in ihm ein erheblicher Teil des Wassers absorbiert wird. Bei Störungen dieser Regulationsvorgänge kann es zu weichem Kot oder Durchfall kommen. Der Wasseranteil des Dickdarminhalts liegt bei 60 75 %.


Das Ende der Verdauung
Der Kotabsatz erfolgt beim Hund normalerweise 1-2 mal täglich, bei größeren Hunden auch öfter. Wird besonders hochverdauliche Nahrung (z.B. hauptsächlich Muskelfleisch) verfüttert, fällt weniger Kot an. Kot enthält unverdaute Stoffe, Bakterien, Verdauungssekrete, Zellen der Darmschleimhaut und Schleimanteile.




Schutz und Unterstützung der Verdauung durch eine ausgewogene Ernährung

Topinambur-Schnitzel
Topinambur wird auch in der menschlichen Ernährung als Ballaststoff eingesetzt. Neben hohen Anteilen unverdaulicher Polyfructose enthält Topinambur das Kohlenhydrat Inulin. Inulin kann durch seine besondere Struktur in den oberen Teilen des Verdauungstraktes nicht verdaut werden. Erst durch die Bakterien im Dickdarm ist ein Aufschluss möglich. Durch die Verdauung im Dickdarm wird der pH-Wert gesenkt wird. Schädigende Bakterien finden schlechtere Lebensbedingungen vor.

Leinsamen
Leinsamen ist ein Ballaststoff mit stark wasserbindenden Eigenschaften. Dadurch gewinnt der Nahrungsbrei an Volumen und der Innendruck im Darm steigt an. Darmbewegung und Darmentleerung wird somit gefördert. Hinzu kommt eine erhebliche Absonderung von Schleimstoffen aus wasserlöslichen Ballaststoffen des Leinsamens. Diese Schleimstoffe schützen die Darmschleimhaut und verbessern ihre Barrierefunktion gegenüber krankmachenden Bakterien.



Unser Buchtipp!  



Ernährung des Hundes
Helmut Meyer, Jürgen Zentek

Die schönsten Hunde-Faschingsbilder

Herzlichen Glückwunsch an Tessa, Pudel-Hase, Ronja, Nele und Ihre Besitzer für die tollen Schnappschüsse. Die Gewinne sind bereits auf dem Weg und werden in den nächsten Tagen bei Ihnen eintreffen ...weiter



Ich wünsche Ihnen und Ihrem Vierbeiner einen guten Start in das Frühjahr und schicke Ihnen viele Grüße aus dem sonnigen Schwieberdingen.

Ihre Annette Häberle
MASTERDOG
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3/07 Ausgabe, Herausgeber und verantwortlich für den Inhalt: MASTERHORSE Vertriebs GmbH,
Redaktion: Annette Häberle


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